Feng Shui Grundlagen

Kennst Du die echten Feng Shui Grundlagen?

Wenn Du bisher davon ausgegangen bist, dass Deine Kua-Zahl, die Fliegenden Sterne und Deine Einrichtung (Möbel, Dekoration) die Basis dafür bilden, bist Du hier genau richtig. Weil es darum nämlich erstmal überhaupt nicht geht. Deine Kua-Zahl und die damit verbundenen „Glücksrichtungen“, die mit den Sternenkonstellationen verknüpften Zeitqualitäten und Deine Einrichtung sind die Kirsche auf der Torte – nicht die Torte an sich.

Die 4 essentiellen Ebenen der ganzheitlichen Raumgestaltung beginnen mit der Lebensenergie, dann geht’s weiter mit den Polaritäten Yin und Yang, gefolgt von den Fünf Elementen und den Acht Trigrammen. Mehr dazu weiter unten.

Ein kulinarischer Vergleich, weil in mir eine leidenschaftliche Zuckerbäckerin steckt: Nehmen wir an, Du willst eine Schwarzwälder Kirschtorte backen. Dafür bereitest Du im ersten Schritt den fluffigen Schokoladenboden aus (Vanille)Zucker, Eiern, Mandeln, Kakao, Speisestärke, Backpulver und Mehl vor. Anschließend verrührst Du die Sahne mit einem Hauch Zucker zu einer cremigen Füllung. Dann teilst Du den Boden und bestreichst die einzelnen Lagen mit der Sahnefüllung. Im dritten Schritt verteilst Du die Kirschen auf der Füllung, weil die Torte damit noch fruchtiger schmeckt. Und erst dann, im vierten Schritt, dekorierst Du die Torte mit den Sahnehäubchen, Kirschen und Schokoladenstreuseln.

Wenn Du dabei auch nur einen Schritt überspringst oder beim Abwiegen der Zutaten fünf gerade sein lässt, beeinflusst das neben der Konsistenz auch den Geschmack und die optische Wirkung. Deine Torte wird dann entweder steinhart oder matschig, fad, pappsüß oder eine Kirschwasser-Bombe. Oder sie ist am Ende ein undefinierbares Backerzeugnis, weil das typische Topping fehlt.

Und genauso ist es bei der ganzheitlichen Raumgestaltung. Wenn Du eine der 4 essentiellen Ebenen überspringst, können Deine (um)gestalterischen Aktivitäten keine wunder-vollen Veränderungen in puncto persönlicher Erfolg bewirken. Sie werden (fast) wirkungslos verpuffen und Du hast sowohl Zeit als auch Geld verbrannt.

Damit Dir genau das nicht passiert, hier die 4 essentiellen Ebenen der ganzheitlichen Raumgestaltung so knackig wie möglich und so detailliert wie (für das erste Verstehen) nötig:

 

1. Die Lebensenergie

Für viele ist der Begriff Lebensenergie nicht greifbar, sie können sich darunter nichts vorstellen. Dabei ist es ganz einfach: Die Lebensenergie ist die Kraft, die allen Wesen innewohnt und uns lebendig macht.

Die Chinesen nennen sie Chi, in Indien heißt sie Prana (wenn Du Yoga praktizierst, kommt Dir das vertraut vor) und in Japan Ki. Die Tibeter bezeichnen Sie als Lung und in der Poesie ist von Odem die Rede. In unserem westlichen Verständnis ist es der Geist oder die Seele, die uns lebendig macht. Kennst Du das Gefühl, wenn jemand oder etwas Deine „Lebensgeister“ weckt? Du fühlst Dich (wieder) lebendig, in Dir tut sich etwas.

In der ganzheitlichen Raumgestaltung geht es darum, die Lebensenergie bewusst durch Deine Räume zu lenken, um Dysbalancen zu vermeiden. Das gelingt durch eine gezielte Gestaltung, die Deine Aufmerksamkeit, also Deinen Blick lenkt und somit beeinflusst, wie Du Dich durch Deine Räume bewegst.

Alles ist durch die Lebensenergie miteinander verbunden und beeinflusst sich gegenseitig. Denk’ nur mal an die Atemluft, die uns mit allem und jedem verbindet.

 

2. Feng Shui Yin Yang

Aus der Lebensenergie (Urenergie) entstehen zwei Potenziale, nämlich die Polaritäten Yin und Yang, die die zweite Stufe der Feng Shui Grundlagen bilden. Die Einheit bringt also zwei Bereiche hervor, die beide Seiten eines Ganzen widerspiegeln, einander erzeugen, bedingen und ergänzen, in ständigem Wechsel existieren und nie absolut sind.

Yin heißt den chinesischen Schriftzeichen entsprechend übersetzt „bedecktes Wetter an einer Bergseite“, Yang bedeutet „die Sonnenseite eines Berges“. Es geht dabei nicht um gut und schlecht, sondern um so und anders – ohne (Be)Wertung.

Dass alles einen Gegenpol hat, drücken wir oft bildhaft in Form von Redewendungen aus. Wenn wir beispielsweise die Vor- und Nachteile einer Situation abwägen, sprechen wir von „den zwei Seiten einer Medaille“. Vereint ein Mensch krasse Gegensätze in sich, ist von seinen „zwei Gesichtern“ die Rede, wenn er unentschlossen ist, von „zwei Herzen, die in seiner Brust schlagen“.

Dabei ist nichts und niemand absolut. Kein natürlicher Zustand ist in Stein gemeißelt, alles (ver)wandelt sich ständig und kann ohne die entsprechend Gegensätzlichkeit nicht existieren. Helligkeit bedingt die Dunkelheit oder wie wir redensartlich sagen „Ohne Schatten kein Licht“. Dadurch entsteht der Rhythmus des Lebens, der Wechsel zwischen den Jahreszeiten, zwischen Tag und Nacht und alle (un)sichtbaren Zyklen, auf deren Basis unsere Welt funktioniert. Und zwar völlig unabhängig davon, ob sie Dir bewusst sind oder nicht. Allerdings kannst Du ein wesentlich leichteres und erfüllteres Leben führen, wenn Du diese Zyklen auch bei der Raumgestaltung gezielt für Dich nutzt.

In den Tabellen findest Du einige Beispiele aus der

Natur
YangYin
TagNacht
LichtSchatten
HimmelErde
SonneMond
BergTal
HitzeKälte
MannFrau
IntellektIntuition

 

Raumgestaltung
YinYang
HartWeich
HochNiedrig
HellDunkel
GlattStrukturiert
SpitzRund
WeißSchwarz
InnovativTraditionell

 

 

3. Feng Shui Elemente

Die fünf Feng Shui Elemente Wasser, Holz, Feuer, Erde und Metall repräsentieren ganz bestimmte Energiequalitäten, wobei es in allererster Linie um die Bewegungsrichtung der Energie geht, nicht um das physische Material. Die Feng Shui Elemente sind die dritte Ebene der Feng Shui Grundlagen.

Wasser beispielsweise fließt natürlicherweise nach unten, Holz ist von einer emporstrebenden Kraft gekennzeichnet, Feuer hat eine dynamische, nach oben gerichtete Energie, wohingegen wir mit dem Erdelement etwas Festes, Beständiges verbinden. (Edel)Metalle entstehen durch immensen Druck im Erdinneren und sind deshalb von Verdichtung geprägt, die entsteht, wenn Energie sich konzentriert.

Die Feng Shui Elemente haben zahlreiche Entsprechungen auf verschiedenen Ebenen, die sich wunderbar miteinander verknüpfen lassen, wenn Du Deine Räume ganzheitlich gestalten willst.

Oberste Priorität hat dabei die Form, gefolgt von der Farbe und dem (physischen) Material, aus dem ein Einrichtungsgegenstand oder Gestaltungsobjekt besteht.

 

4. Acht Trigramme

Aus den Feng Shui Elementen leiten sich auf dem vierten Level der Feng Shui Grundlagen die Acht Trigramme ab, die sowohl in den acht Himmelsrichtungen als auch in den entsprechenden Bagua Zonen, den verschiedenen Formen, Farben und Materialien sowie einzelnen Familienmitgliedern, Naturerscheinungen, Düften, Klängen und anderen facettenreichen Ausdrucksformen ihre energetische Entsprechung finden.

Wenn Du Dir ein umfangreicheres Basiswissen dazu aneignen willst, lege ich Dir das Standardwerk „Feng Shui heute“* von Thomas Fröhling und Katrin Martin-Fröhling ans Herz. Gibt’s hier* auch gebraucht als gebundene Ausgabe.

 

Feng Shui Grundlagen Fachbegriffe

Der Begriff Bagua steht übrigens für die Darstellung der Acht Trigramme auf dem Grundriss Deiner Wohnung oder Deines Hauses. Das Bagua spiegelt die für uns alle wichtigen Lebensbereiche wider, z. B. Karriere, Gesundheit, Familie, Fülle, Anerkennung, Beziehung(en), Kreativität, Kinder und Mentoren.

Mit Ausrichtung ist dagegen die Himmelsrichtung gemeint, in die sich die sich bei Häusern die Haustür und bei Wohnungen die Wohnungstür öffnet. Damit Du Bagua richtig auf den Grundriss übertragen kannst, musst Du zunächst die Ausrichtung gradgenau messen. Sie ist nur relevant, wenn Du das Kompass-Bagua verwendest – für das Drei-Türen-Bagua ist sie uninteressant.

Unter Harmonisierung versteht man im Feng Shui eine regelmäßige Form, in die Du den Grundriss auf dem Papier bringst. Was ganz häufig missverstanden wird: Es geht dabei nicht darum, den Grundriss in eine Schablone oder in ein Raster zu pressen, sondern entsprechend dem Verlauf der Außenmauern die richtige Form zu finden, um ihn anschließend über eine gezielte Gestaltung energetisch zu stabilisieren. Anhand der Harmonisierung kannst Du nicht nur den räumlichen Mittelpunkt Deiner Wohnung oder Deines Hauses finden, sondern auch Fehlbereiche und Erweiterungen erkennen.

In einem Fehlbereich steht Dir auf der räumlichen Ebene weniger Platz in einem bestimmten Bagua-Bereich zur Verfügung, bei einer Erweiterung mehr. Oft werden räumliche Erweiterungen als „Hilfreiche Erweiterungen“ bezeichnet. Ob eine Erweiterung sich positiv oder negativ auf das Energielevel Deiner Räume auswirkt, hängt allerdings davon ab, wie der entsprechende Bereich genutzt wird. Befindet sich dort eine Abstellkammer oder eine Toilette, hat das energetisch natürlich eine andere Wirkung als ein halbrunder Erker mit Blick in den Garten.

 

Kompass-Bagua und Drei-Türen-Bagua

Davon abgesehen gibt es zwei Bagua-Methoden, die Du unbedingt kennen solltest, wenn Du Dich näher mit den Feng Shui Grundlagen beschäftigst.

Denn wenn Du nicht weißt, was sie voneinander unterscheidet und deshalb die falsche Methode zur Harmonisierung Deines Grundrisses wählst, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass die Veränderungen, die Du Dir für Deine Räume und Deinen persönlichen Erfolg wünschst, nicht eintreten – oder sogar genau das Gegenteil davon passiert.

Mehr dazu erfährst Du im Beitrag „Das Feng Shui Bagua und seine Geheimnisse“ und in meinem kostenfreien InspirationsWorkshop „Einleuchtendes Feng Shui BasisKonzept“, zu dem ich Dich hiermit herzlich einlade! Der (aufgezeichnete) Workshop ist super für Dich, wenn Du Feng Shui Anfänger/in bist und tiefer in die Feng Shui Grundlagen einsteigen möchtest. Leicht verständlich, auf den Punkt und ohne Hokuspokus.

 

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Manuela ist Teilnehmerin des Partnerprogramms von Amazon EU, das zur Bereitstellung eines Mediums für Websites konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu Amazon.de Werbekostenerstattung verdient werden kann.