Was macht ein Feng Shui Kinderzimmer aus? Es vereint Spielen, Schlafen und Lernen auf ganz besondere Weise. Es ist nämlich aus Platzgründen oft Kreativitätswerkstatt, Ruhepol und Minibüro in einem. Gerade deshalb ist es immens wichtig, dass Du Dir als Elternteil bewusst machst, worauf es wirklich ankommt, wenn Du ein Feng Shui Kinderzimmer einrichten willst und dabei die richtigen Prioritäten setzt.

 

Feng Shui Kinderzimmer

Wie wir Großen lieben auch Kinder es, sich nicht nur auf räumlicher, sondern auch auf funktionaler und gestalterischer Ebene entfalten zu können.

Mit räumlicher Ebene meine ich vor allem eines: Platz. Die meisten Kinderzimmer werden eher klein und schmal geplant und bieten gerade genug Platz, um Bett, Kleiderschrank, Regal und Schreibtisch in Reih und Glied entlang der Wände aufzustellen. Der Wohlfühlfaktor tendiert dabei jedoch gegen Null. Plane das Kinderzimmer bei einem Neubau deshalb großzügiger als in den Plänen vorgesehen.

Bei der Funktionsebene geht es darum, für welche Aktivitäten das Kinderzimmer Platz bieten soll. Wenn es Deine Wohnsituation erlaubt, richte zusätzlich zum (Kinder)Schlafzimmer ein eigenes Spielzimmer ein, das nicht nur genügend Platz zum Malen, Puzzeln und Vorlesen bietet, sondern auch Stauraum für Kaufmannsladen, Kinderküche und Kuscheltiere.

Die Gestaltungsebene macht den meisten von uns besondere Freude, weshalb viele das Pferd unwissentlich von hinten aufzäumen und damit beginnen anstatt zuerst den besten Schlafplatz im Feng Shui Kinderzimmer auszuwählen. Auf der Gestaltungsebene geht’s einerseits um Ordnung und Struktur, andererseits um den richtigen Mix aus (Lieblings)Farben, Formen und Materialien.

 

Feng Shui im Kinderzimmer für gesunden Schlaf

Wenn Du das Feng Shui Kinderzimmer in der richtigen Reihenfolge einrichten willst, um Deine Zeit und Dein Geld von Anfang an sinnvoll zu investieren, wähle zuallererst den besten Schlafplatz für Dein Kind aus.

Engagiere einen erfahrenen Baubiologen bzw. einen geprüften Geo- und Elektrobiologen, der mittels gezielter Messungen und Tests einen strahlungsarmen oder im Idealfall sogar strahlungsfreien Bereich ermittelt.

Dieser Platz sollte möglichst frei sein von natürlichen und künstlichen Einflüssen wie

∙ Wasseradern, Verwerfungen, Erdbrüchen und (Erd)Gitterstrukturen

∙ niederfrequenten elektrischen und magnetischen Feldern, die durch die Stromleitungen in den Wänden und alle eingesteckten und eingeschalteten Geräte wie z. B. Lampen, Radio und Fernseher entstehen

∙ hochfrequenten Feldern, verursacht durch den Betrieb von kabellosen Geräten wie Babyfon, Smartphone, Tablet, Laptop, W-LAN-Router, Bluetooth und Schnurlostelefone

 

Ein unbelasteter Schlafplatz ist eine Grundvoraussetzung für die körperliche, geistige und seelische Gesundheit Deines Kindes.

Nimm’ diesen Punkt ernst, um Ein- und Durchschlafstörungen, anhaltende Albträume, Bettnässen sowie Konzentrations- und Wachstumstörungen vorzubeugen.

Worauf Du dabei im Einzelnen achten solltest, verrät Dir der Beitrag 8 außergewöhnliche Tipps gegen schlechten Schlaf. Mach’ mit der Einrichtung und Gestaltung erst weiter, wenn Du alle diese Punkte vollständig umgesetzt hast. Keine Kompromisse im Kinderzimmer!

Was ich Dir noch ans Herz legen möchte: Verzichte auf Geräte, Symbole und Aufkleber, die vorhandene Strahlenbelastungen lt. Hersteller „auflösen“ oder „neutralisieren“ sollen. Der Markt ist inzwischen überschwemmt mit Harmonizern, die meist sehr kostenintensiv sind, die gemessene Belastung aber nachweislich nicht senken. Das klappt tatsächlich nur, wenn Du (nachts) alle kabellosen Verbindungen und Geräte ausschaltest. Achtung: Aus/Off, nicht Standby! Davon profitieren übrigens nicht nur Deine Kinder, sondern auch Du.

 

Platz für Spiel, Spaß und Spannung

Falls der Platz in Deinen vier Wänden begrenzt ist und Du nicht die Möglichkeit hast, ein separates Spielzimmer für Deine Kinder einzurichten, das nach einer bunten (Lego)Bau- und Bastel-Session auch mal unaufgeräumt bleiben darf, kannst Du bei der Möblierung in die Trickkiste greifen.

Wähle in diesem Fall ein Regalsystem mit blickdichtem Vorhang oder Schränke mit massiven Türen, hinter denen der kunterbunte Inhalt (geordnet) verschwinden kann. Offene Raumteiler und transparente Kisten lassen das Kinderzimmer unruhig wirken, weil das Spielzeug optisch immer präsent ist. Etabliere ein glasklares Ordnungssystem in den Regalen und Schränken. Ein Platz für alles und alles an seinem Platz! Wenn Du Deine Kinder dabei von Anfang an einbeziehst und dazu anhältst, direkt nach dem Spielen aufzuräumen, ersparst Du Dir nervige Diskussionen am Abend.

Warum überhaupt aufräumen? Weil die Kleinen abends und nachts nur schwer oder gar nicht zur Ruhe kommen können, wenn ihr (Schlaf)Zimmer weiterhin starke Anreize zum Spielen bietet.

 

Feng Shui im Kinderzimmer für konzentriertes Lernen

Sobald die Kleinen groß genug für die Schule sind, kommt im Feng Shui Kinderzimmer eine weitere Funktion hinzu: Es wird zusätzlich ein Minibüro für Hausaufgaben. Und dafür braucht’s eine Umgebung, die leichtes Lernen und Konzentration ermöglich. Voraussetzung dafür ist, dass Du den Schreibtisch so stellst, dass er Rückenschutz und gleichzeitig Überblick bietet.

Rückenschutz macht stark! Und zwar nicht nur im übertragenden Sinne, sondern auch räumlich, z. B. durch eine solide Wand oder ein hohes, breites Regal, das sich hinter dem Schreibtisch befindet.

Überblick hat Dein Sohn oder Deine Tochter dann, wenn er oder sie vom Schreibtisch aus die Tür im Blick hat. Ist das nicht der Fall, ist (innere) Unruhe vorprogrammiert, weil die Kleinen ständig das Gefühl haben, aufschauen und sich (um)drehen zu müssen, da sie sonst nicht sehen können, was hinter ihnen passiert. Das ist ein Urinstinkt und nicht abtrainierbar.

Innere Unruhe beeinträchtigt die Konzentration, erhöht die Fehlerquote und aus anfänglicher Lernlust kann schnell Lernfrust werden, obwohl Dein Nachwuchs grundsätzlich wissbegierig und lernbegeistert ist.

Auf keinen Fall sollte Dein Kind vom Schreibtisch aus auf Dinge blicken, die es leicht vom Lernen ablenken, z. B. auf lebensgroße Starschnitte aus dem kicker oder der BRAVO, auf die Spielecke oder aus dem Fenster. Letzeres wird ohnehin nicht der Fall sein, wenn Du sicherstellst, dass sich die Tür im Blickfeld befindet. Denn wenn vom Schreibtisch aus der direkte Blick aus dem Fenster möglich ist, hat Dein Kind normalerweise die Tür im Rücken und nicht im Blickfeld. Vermeide das unbedingt!

 

Wie Du im Kinderzimmer Feng Shui am besten umsetzt

Jetzt wird’s ganz konkret! Hier erfährst Du, wie Du im Kinderzimmer Feng Shui in 5 Schritten umsetzt, um ein echtes WohlfühlNest für Deinen Nachwuchs zu erschaffen. Halte die angegebene Reihenfolge unbedingt ein, sonst zäumst Du das Pferd von hinten auf.

 

1. Gesunder Schlafplatz

Das ist der wichtigste Schritt und völlig unabhängig von der Farbgestaltung. Wähle für das Bett einen Platz, der frei ist von negativen natürlichen und künstlichen Einflüssen. Hol’ Dir dabei Unterstützung von einem Baubiologen, der die vorhandenen Werte mit professionellen Messgeräten misst und Schwarz auf Weiß für Dich dokumentiert. Hier findest Du geprüfte Baubiologen in Deiner Nähe.

Verzichte auf Babyphone, kabellose Lautsprecher, W-LAN-Router, Bluetooth, Fernseher, Halogen- und Energiesparlampen im Kinderzimmer. Lass von einem erfahrenen (!) Elektriker einen Netzabkoppler installieren, der nachts die Spannung vom Schaltkreis nimmt. Das funktioniert allerdings nur, wenn keine stromverbrauchenden Geräte eingeschaltet bzw. auf Standby sind.

Verwende für Vorhänge, Teppiche und Bettwäsche natürliche Textilien wie Baumwolle und Leinen, am besten mit dem OEKO-TEX® Standard 100. Sie können sich im Gegensatz zu Kunstfasern nicht statisch aufladen und sind frei von gesundheitsschädlichen Substanzen.

 

2. Verdunkelung

Falls Du keine Rolläden vor den Fenstern hast, nutze Verdunkelungsjalousien. Das Schlafhormon Melatonin ist wesentlich fürs Ein- und Durchschlafen und wird von der Zirbeldrüse nur dann in ausreichender Menge gebildet, wenn es im Kinderzimmer wirklich dunkel ist.

 

3. Rückenschutz und Übersicht

Platziere das Bett und den Schreibtisch so, dass ein starker Rückenschutz und der (seitliche) Blick zur Tür gewährleistet sind. Vorrang hat aber immer ein möglichst gesunder Schlafplatz!

 

4. Ordnung und Struktur

Wähle Regale mit blickdichtem Vorhang oder Schiebegardinen oder Schränke mit massiven Türen zur Aufbewahrung der Spielsachen. Kreiere ein eindeutiges Ordnungssystem, dem Deine Kinder beim Aufräumen auch alleine intuitiv folgen können. Das ist vor allem dann wichtig, wenn es kein separates Spielzimmer gibt.

 

5. Farbkonzept

Überlege Dir ein kindgerechtes Farbkonzept mit maximal einer kräftigen und zwei zarten Farben. Verzichte dabei auf knallige Rottöne – auch bei der Bettwäsche. Rot ist die Farbe der Aktivität und für ein (Kinder)Schlafzimmer deshalb absolut ungeeignet. Berücksichtige auch die Lichtverhältnisse sowie die Lage des Kinderzimmers im Bagua Deiner Wohnung oder Deines Hauses.

 

Um zu sehen, in welcher Bagua Zone sich das Kinderzimmer befindet, ist der Grundriss QuickCheck de luxe übrigens ein super Einstieg! ♥