Welche unterschiedlichen Wasseraufbereitungsanlagen gibt es?

Wenn Du Dich mit Wasseraufbereitungsanlagen für zuhause beschäftigst, weil Du eine Wasseraufbereitungsanlage kaufen und wissen willst, welche Wasseraufbereitungsanlage Trinkwasser natürlich und ressourcenschonend aufbereitet, findest Du eine verwirrend große Auswahl verschiedener Geräte.

Die in Europa bekannteste Wasseraufbereitungsanlage für zuhause ist eine Entsalzungsanlage, die durch Osmose funktioniert. Allerdings entmineralisieren Osmoseanlagen das Trinkwasser – und das ist fatal für Deine Gesundheit.

Bevor ich Dir die zwölf bekanntesten Arten der Trinkwasseraufbereitung vorstelle, ist es wichtig, dass Du einerseits verstehst, welche Stufen eine Trinkwasseraufbereitung enthalten kann und andererseits die wichtigsten biologischen Kriterien für die Auswahl einer Wasseraufbereitungsanlage kennenlernst.

Die 3 Stufen der Trinkwasseraufbereitung:

  1. Reinigung
  2. Physikalische Aufbereitung
  3. Anreicherung

Die 3 wichtigsten biologischen Kriterien:

  1. Säure-Basen-Bilanz (messbar als pH-Wert)
  2. Redoxpotential (messbar als ORP-Wert)
  3. Größe der Wassercluster (mit aufwändigen Verfahren messbar)

Der Sauerstoffgehalt und die Leitfähigkeit (gemessen in µS = MikroSiemens) bzw. der Widerstand (gemessen in Ohm) sind für die biologische Wirkung von Wasser in unserem Körper nur indirekt bedeutsam. Trotzdem werden sie oft als entscheidend angesehen und deshalb werbewirksam hervorgehoben.

 

1. Wasseraufbereitungsanlage Osmose

Die bisher am weitesten verbreitete Art, Trinkwasser von Schadstoffen zu reinigen, die im Leitungswasser nachgewiesen werden können – und darin lt. Gesetzgebung sogar in bestimmten Mengen vorhanden sein dürfen: Schwermetalle, Chlor, Nitrat, Herbizide, Pestizide, Fungizide, PAK, VOCs, Hormone und Medikamentenrückstände.

Der Duden definiert Osmose (griech. ōsmós = Stoß, Schub) als „das Hindurchdringen eines Lösungsmittels (z. B. Wasser) durch eine durchlässige, feinporige Scheidewand in eine gleichartige, aber stärker konzentrierte Lösung“.

Osmose-Wasser ist sauber, das heißt, frei von Schadstoffen. Das ist aber auch der einzige Vorteil.

Weil es keine Mineralien mehr enthält, ist es totes Wasser – genau wie destilliertes Wasser. Und Du würdest ja auch nicht auf die Idee kommen, destilliertes Wasser zu trinken – oder?

 

2. Wasseraufbereitung durch Umkehrosmose

Eine Umkehrosmoseanlage presst das Wasser durch eine Membran, die nur für Wassermoleküle und gelöstes Gas durchlässig ist – und für größere Elemente und Moleküle eine Barriere bildet.

In Leitungswasser besteht ein Gleichgewicht aus Kalk und Kohlensäure. Eine Umkehrosmose-Membran den Kalk (lebenswichtige Mineralien wie Kalium, Kalzium, Magnesium und Natrium) heraus und weist ihn ab, lässt Kohlensäure und andere gelöste saure Gase aber hindurch.

Umkehrosmose-Wasser enthält deshalb saure Gase – und hat immer einen sauren pH-Wert. Je mehr Kalk im Eingangswasser war, desto saurer ist das durch Umkehrosmose aufbereitete Wasser.

Abgesehen davon ist es weder effizient noch ressourcenschonend, die natürlichen Mineralien zuerst herauszufiltern und sie dem gefilterten Wasser anschließend in künstlicher Form wieder zuzusetzen.

Und: Es ist nicht möglich, Umkehrosmose-Wasser zu ionisieren, weil seine elektrische Leitfähigkeit zu gering ist.

 

3. Destillation

Destilliertes Wasser ähnelt dem Umkehrosmose-Wasser sehr stark, wird aber hergestellt, indem (Leitungs-)Wasser verdampft wird und kondensiert.

Die Herstellung von destilliertem Wasser benötigt immens viel Energie. Das Wasser selbst ist sehr aggressiv und ebenfalls nicht direkt ionisierbar.

 

4. Wasseraufbereitung mittels Ionentauscher

Ionentauscher werden verwendet, um die Rohrleitungen zu schützen, wenn das Wasser stark kalkhaltig oder korrosiv (zerfressend, zerstörend) ist. Sie werden deshalb zur Enthärtung, Umsalzung, Teil- oder Vollentsalzung genutzt.

Allerdings kannst Du problemlos einen Wasserionisierer in Verbindung mit bzw. nach einem Ionentauscher einsetzen.

 

5. Sprudelwasser

Sprudelwasser entsteht, indem Du Leitungswasser oder stillem Wasser Kohlensäure zusetzt, z. B. mit einem Trinkwassersprudler von SodaStream oder Wassermaxx. Dabei wird Kohlensäure ins Wasser gepresst.

Kohlensäure ist ein Gas, dass wir ausatmen, weil es ein saures Abfallprodukt des Stoffwechsels ist.

Wie sinnvoll kann es sein, Deinem Körper ein Gas zuzuführen, das er loswerden muss, um nicht zu übersäuern?

Sprudelwasser ist nicht gereinigt, das heißt, alle Schadstoffe bleiben im Wasser. Es hat zudem immer einen sauren pH-Wert und täuscht eine nicht vorhandene Frische vor.

 

6. Levitiertes Wasser

Levitiertes Wasser entsteht, indem Wasser in einem senkrechten Rohr blitzschnell rotiert. Sobald es aus dem oberen Ende austritt, werden die Wassercluster zerrissen und dadurch verkleinert – Grund dafür ist die Fliehkraft.

Ionisiertes Wasser hat ebenfalls sehr kleine Wassercluster, verbraucht jedoch wesentlich weniger Energie in der Herstellung.

Wichtig zu wissen: Auch eine Levitation entfernt keine Schadstoffe aus dem Wasser.

 

7. Verwirbeltes Wasser

Verwirbeltes Wasser lässt sich durch Wasserhahn-Vorsätze mit speziell angeordneten Wirbelkammern mit Hilfe des Wasserdrucks aus Leitungswasser gewinnen. Es erzeugt Strudel, durch die sich die Konsistenz des Wassers verändern kann.

Dabei werden die Wassercluster verkleinert, die chemische Zusammensetzung des Wassers bleibt allerdings gleich.

Weil viele es nicht wissen: Es ist absurd, ionisiertes Wasser zu verwirbeln, weil dabei nicht nur der aktive Wasserstoff, sondern auch die freien Elektronen herausgewirbelt werden.

 

8. Sauerstoffwasser

Sauerstoffwasser entsteht, indem Sauerstoff zugesetzt wird.

Es kann zwar den sogenannten Sauerstoffpartialdruck im Blut erhöhen, aber keine Übersäuerung ausgleichen.

 

9. Ozonisiertes Wasser

Ozonisiertes Wasser wird hergestellt, indem Wasser Ozon hinzugefügt wird.

Ozon ist ein starkes Oxidationsmittel. Ozonisiertes Wasser hat deshalb ein hohes Redoxpotential erhält und ist – wie destilliertes Wasser – sehr aggressiv.

Wie sinnvoll kann es sein, stark oxidatives Wasser zu trinken, wenn wir bewusst Superfoods essen, um unseren Körper mit Antioxidantien zu versorgen?

 

10. Hexagonales Wasser

Hexagonales Wasser verfügt über eine sechseckige Clusterstruktur und kommt in der Natur als frisches Bach- oder Gletscherwasser vor.

Es lässt sich sowohl durch Verwirbelung als auch durch Ionisierung herstellen.

Basisches Aktivwasser ist hexagonales Wasser.

 

11. Vitalisiertes Wasser

Wasser vitalisieren kannst Du z. B. durch Schwingungsübertragung oder die Zugabe von Mineralien, Magneten oder Edelsteinen.

Das macht aber nur dann Sinn, wenn das Wasser sauber ist, also vorher gefiltert wurde.

 

12. Basisches Aktivwasser

Damit Dein Körper Trinkwasser ohne zusätzlichen Energieaufwand aufnehmen kann, muss es über diese fünf Eigenschaften verfügen:

  1. Sauber
  2. Energetisiert
  3. Basisch
  4. Ionisiert
  5. Antioxidativ

Deinem Leitungswasser diese Eigenschaften zu verleihen, gelingt mit einem hochwertigen Wasserionisierer.

Wasserionisierer gibt es sowohl als mineralische Wasserionisierer* als auch als elektrische Durchfluss-Wasserionisierer. Sie reinigen das Wasser nicht nur effizient von Schadstoffen, sondern bereiten es physikalisch so auf, dass es zu basischem, ionisiertem Wasser wird.

Im unabhängigen Vergleich der besten elektrischen Durchfluss-Wasserionisierer findest Du wertvolle Informationen darüber, auf welche Kaufkriterien Du besonderen Wert legen solltest – und welche irrelevant sind.

Außerdem siehst Du die hochwertigsten Geräte in den Kategorien Auftisch-Installation, Untertisch-Installation mit Armatur, Wandmontage, Wasserionisierer für Einsteiger, Premium-Wasserionisierer und Wasserionisierer mit Licht-Modul im direkten Vergleich.

 

Basisches Aktivwasser im Vergleich mit den gewöhnlichen Arten der Trinkwasseraufbereitung

 

Osmose-wasser Umkehr-osmose-Wasser Destill. Wasser Sprudel-wasser Levitiertes Wasser Verwirbeltes Wasser Basisches Aktivwasser
Energetisiert + +
Sauber + + + +
Basisch +
Ionisiert +
Antioxidativ +
Hexagonal + +
pH-Wert* 5,5 – 6,8 5,5 – 6,8 5,0 – 6,5 4,0 7,0 – 8,5 7,0 – 8,5 8,0 – 10,5
Redox-potential** + 250 mV + 400 mV + 180 mV + 400 mV + 150 bis + 300 mV + 150 bis + 300 mV – 400 mV und tiefer

* pH-Skala: 0 – 6,9 = Sauer / 7,0 = Neutral / 7,1 – 14,0 = Basisch
** Redoxpotential oder ORP-Wert: Im Plusbereich = ungünstig, im Minusbereich = günstig

 

Welche unterschiedlichen Wasseraufbereitungsarten es gibt, weißt Du jetzt.

Bestimmt ist Dir aufgefallen, dass Basisches Aktivwasser allen anderen Wasseraufbereitungsarten haushoch überlegen ist.

Wie Du zu Hause Basisches Aktivwasser selbst herstellen kannst, verrate ich Dir im Blogpost Basisches Aktivwasser: 2 Tipps, wie Du aus Leitungswasser im Handumdrehen basisches, ionisiertes Wasser machst.

Und nicht nur das – sondern auch, welchen Wasserionisierer ich seit 2018 selbst benutze.

 

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